Samstag, 20. Juli 2013

Die ersten Tage auf Okinawa

Hallo ihr Lieben,

wir melden uns, bereits braungebrannt (an manchen Stellen vielleicht doch eher etwas rotbraun...), aus dem fernen Japan, genauer gesagt aus Okinawa.
Am Mittwoch Mittag ging unser Flug Richtung Tôkyô-Narita. Dieser verlief weniger aufregend aber immerhin ohne Turbulenzen. Das Essen war auch ok - auch wenn Alenas "veganes" Essen (hatten wir vorher bestellt) mit Käse und Ei war...
Wir kamen morgens gegen 8 Uhr -japanische Zeit - in Tôkyô an. Nach Gepäckabholung und frühstücken wechselten wir zum Terminal 2, da dort der Flieger nach Okinawa starten sollte (allerdings erst um 15.55 Uhr). So mussten wir etwa 6 Stunden warten. Diese überstanden wir mit einem Streuselkuchen vom Rewe, schlafen und Fußnägel lackieren. Der Flug nach Okinawa dauerte etwa zweieinhalb Stunden und war ebenso unspektakulär. Eigentlich haben wir auch fast nur geschlafen.
Nein, das ist nicht Okinawa, sondern nur eine der vielen kleineren Inseln drum herum.

Okinawa ist dann nämlich doch schon so groß, dass es nicht ganz auf ein Bild passt :-)

Etwas ausgeruht erreichten wir dann den Flughafen Naha. Der Flughafen war so winzig, dass die Gepäckrückgabe nicht wie üblich über ein Fließband stattfand, sondern von Mitarbeitern persönlich gebracht wurde. Das war echt lustig.

Wir fuhren zu unserem Hostel in Naha, dem Guest House Kerama. Die Gegend an sich war und ist auch immer noch nicht besonders ansprechend, dafür ist das Hostel aber total urig und die Menschen sehr nett. Wir schlafen in dem Frauen-Dormitory, in dem nicht einfach nur Hochbetten stehen, sondern kleine "Zimmerchen" aus Holz, wie in einem Kapselhotel, mit Vorhängen.
Alena hat ihr Bett über meinem
An unserem ersten Tag auf Okinawa, Freitag (19.7), ruhten wir uns nicht etwa aus - nein, wir wollten doch was erleben! Also fuhren wir zu einer nicht ganz so weit entfernten Insel, Tokashiki, an der es angeblich tolle Strände geben soll. Eine Fahrt mit der großen Fähre dauert etwa 70 Minuten. Wir fuhren allerdings nicht alleine. Begleitet wurden wir von zwei Mädchen, einer Vietnamesin aus Deutschland und einer Japanerin, die wir im Hostel kennengelernt hatten.





An der Insel angekommen hatten wir die Wahl zwischen zwei Stränden. Wir entschieden uns für den Strand namens Aharen. Da der Strand jedoch auf der anderen Seite der Insel ist, mussten wir einen Bus nehmen. Auf dem Weg dorthin hielten wir noch kurz für ein Foto an, da man eine wunderschöne Aussicht auf den anderen Strand, Tokashiku hatte.
Der Tokashiku-Strand




An "unserem" Strand angekommen wurden wir ebenfalls nicht enttäuscht: Hellblaues, klares Wasser und ein wunderschöner Sandstrand! Wow! Am liebsten wären wir einfach so mit Klamotten ins Wasser gesprungen, so glücklich waren wir. Aber vorher mussten wir natürlich noch einen geeigneten Liegeplatz finden und uns (ganz wichtig!) mit reichlich Sonnencreme einschmieren.
Dann, endlich, konnten wir uns in das angenehm temperierte Nass stürzen.











 Bevor wir den Strand verließen, mussten wir noch eines ausprobieren: das Bananen-Boot! Was das ist? Ein Schlauchboot mit Henkeln (an denen man sich festhalten sollte), das von einem Jet-ski gezogen wird. Der fährt natürlich schnell und kurvenreich, sodass man gelegentlich den Halt verliert und ins Wasser fällt. Klingt vielleicht nicht ganz so spaßig, war es aber! Und jeder von uns ist nur einmal ins Wasser geplumpst ;-)


Abends ging es dann mit einem kleineren und schnelleren (allerdings auch teureren) Boot zurück nach Naha.



Auf dem Weg zu unserem Hostel kamen wir an einem Soba-Restaurant vorbei. Wir hatten Kohldampf und so beschlossen wir dort essen zu gehen. Alena bestellte eine Kimchi-Soba (mit Tofu statt Fleisch) und ich eine Gemüse-Soba. Lecker wars! Aber ziemlich viel (zumindest für mich ;-) )


Als Nachtisch gab es dann eine Art "Wassereis". Unten drunter war dann süßer roter-Bohnenmuß. Da das Eis an sich ja nur aus gefrorenem Wasser besteht hat es keinen Geschmack. Aber gemischt mit dem Muß oder Erdbeersoße schmeckt das sehr lecker!

Unser Eis mit Bohnenmuß unten drunter

Das Eis der Mädels mit Erdbeersoße unten und Vanillesoße oben (wir haben probiert und fanden das dann doch besser als unseres)

Heute, am 20.7, beschlossen wir nochmal nach Tokashiki zu fahren, da wir hörten, dass man am anderen Strand, an dem wir ja nicht waren, Schildkröten sehen kann. Also kauften wir uns auf dem Weg zur Fähre noch Taucherbrille und Schnorchel - ob wir das Glück haben Schildkröten sehen zu können?
Auch dieser Strand, Tokashiku, war sehr schön. Etwas kleiner als der gestrige doch spannender, da Aussicht auf Meerestiere.


Zwar keine Schildkröte, aber ein sehr süßer Einsiedlerkrebs.




Der erste Tauchgang lief ganz gut. Die erste Scheu überwunden schwammen wir mit dem Kopf unter Wasser umher. Plötzlich sahen wir etwas größeres, was kein Fisch sein konnte. Es war tatsächlich eine Schildkröte!! Juhu, was ein Glück!! Die war vielleicht süß! Leider konnten wir unter Wasser kein Foto machen, deshalb haben wir zur Veranschaulichung einfach ein Foto, das auf einer Toilette in einem Strandhaus hing, abfotografiert. So in etwa sah unsere Schildkröte auch aus.


Und beim zweiten Tauchgang hatten wir sogar doppelt Glück, da wir gleich zwei Schildkröten auf einmal sahen! Eine kleinere und eine etwas größere mit wunderschönem Muster auf den Panzern. Wir kamen sogar so nah ran, dass wir darüber streicheln konnten. Interessiert hat es die Tiere allerdings weniger. Solange wir sie nicht ernsthaft bedrohten, stellten wir wohl keine Gefahr für sie dar. Sie schwammen (was eigentlich mehr aussah wie fliegen) ganz ruhig umher und fraßen gelegentlich ein paar Algen, die sie auf dem Boden fanden. Manchmal mussten sie dann auch Luft schnappen und tauchten auf. Das sah total süß aus, als man dann ganz kurz das relativ kleine Köpfchen über der Wasseroberfläche sehen konnte. Das war eine echte tolle Erfahrung! Neben den Schildkröten sahen wir dann noch einige tolle Fische und ich fand eine sehr schöne Muschel am Meeresgrund. Auch am Strand fanden wir über den Tag einige Muscheln, die wir sammelten.
Fazit des Tages: Wir sind auf den Geschmack gekommen und würden demnächst wahnsinnig gerne mal tauchen gehen! Vielleicht ergibt sich ja eine Möglichkeit. Wenn ja, berichten wir natürlich sofort davon ;-)

Die Große fand ich neben einer Koralle, die Kleinen sind unsere Ausbeute vom Strand
Eine Schnitzerei auf einem Schild an einem Haus


Die große Fähre zurück nach Naha




Ein "Geschenkhaus" am Hafen Nahas.
Wieder im Hostel angekommen, duschten wir und gingen anschließend wieder in das Restaurant vom Vortag essen. Dieses Mal bestellten wir beide eine Kimchi-Soba mit Tofu. Sehr lecker! Und als Nachtisch ein Eis mit Erdbeer- und Vanillesoße :-) Und jetzt geht es ab ins Bett, denn schnorcheln ist doch anstrengender als man denkt! Und sonnen sowieso ;-)

Morgen machen wir uns auf den Weg zum Katzen-Cafe. Wir sind gespannt, was uns da noch alles erwartet!
Bis bald, またね! (^0^)/

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen