Am Samstag, den 11.9 ging die Reise los in Richtung Fuji-san. Allerdings fing ich nicht gleich mit klettern an, denn vorher besuchten Angelika und ich endlich (endlich!!) das Fuji Q-Highland! Sarah fuhr uns netterweise dorthin, denn sie wollte jemanden ganz in der Nähe besuchen (einen Hundezüchter).
Es war so toll doch noch in den Vergnügungspark mit den ungefähr besten Achterbahnen in Japan zu gehen! Allein vom Zuschauen mag es einigen schlecht werden, doch Achterbahnfahren ist eines der besten Sachen, die es gibt!
Das Wetter war zwar nicht allzu gut, denn es regnete zwischendurch manchmal, doch das hielt einige Leute bestimmt davon ab, am heutigen Tag den Park zu besuchen. Trotzdem mussten wir teilweise 2 Stunden warten, bis wir die 2 minütige Achterbahnfahr genießen konnten... aber das Warten lohnte sich!! Aaah, es war so toll, dass ich am liebsten gleich nochmal fahren würde! Und nochmal! Und immer wieder!!
| Unsere erste Achterbahn: Fujiyama! Stolze 79 m hoch. Boah, war das cool! Die sind wir zu einem späteren Zeitpunkt sogar nochmal gefahren! |
| Wir sind bereit!! |
| Unser Sitz :-) |
Hier mal ein Video von der Fahrt auf der Fujiyama-Achterbahn. (Das Video habe ich auch Youtube gefunden. Ich hab nicht selbst gefilmt, dafür hatte ich zuviel Angst, dass mir meine Kamera während der Fahrt verloren geht). Achtung: Nur anschauen, wer die Nerven dafür hat ;-)
Natürlich pausierten wir nicht lange und machten mit der nächsten Achterbahn weiter! Diese ist allerdings keine gewöhnliche Achterbahn, denn... seht selbst:
| Woah, die sieht schon echt interessant aus, nicht wahr? |
Diese Achterbahn mit dem Namen Takabisha ist mit einem Winkel von 121° die steilste Achterbahn der Welt! Das konnten wir uns doch unmöglich entgehen lassen!
Hier wieder ein Videoclip, gefunden auf Youtube:
Mein Fazit: sieht schlimmer aus als es ist! War aber trotzdem super geil!
Danach gingen wir ein bisschen durch den Park und probierten etwas weniger aufregendes.
| Einmal in einer Teetasse sitzen - zwar nicht so aufregend, aber immerhin was Neues :-) |
| War eher etwas langweilig, weil meist nur Szenen aus dem Anime nachgestellt wurden. |
| Das Spannendste war dann nur noch die Vorführung einer Szene selbst, in der der Roboter blinkte und Rauch ausatmete... Alles nichts im Vergleich zu den Achterbahnen! |
| ...dabei wollte ich mir doch hier die Haare waschen :-( |
| Das sind wir aber nicht gefahren, das sah uns "zu wild" aus ;-) Nein im Ernst, bei sowas wird mir dann eher schlecht, denke ich. |
Und nochmal ein Video, was den Fahrspaß verdeutlicht (und wieder: Warnung! Nur anschauen, wenn man starke Nerven hat ;-) )
Schade, dass so eine Fahrt viel zu schnell wieder vorbei ist... Diese hier wollten wir nämlich auch noch einmal fahren, doch da es gegen Abend wieder anfing zu regnen, ging das leider nicht mehr...
Die letzte der vier großen Achterbahnen des Parks stand aber noch aus. Die Besonderheit: Hier wird man mit 172 km/h vom Start abgeschossen.
| Die weisse Achterbahn da ist ein Stück der Achterbahn Dodonpa, bei der man mit 172 km/h abgeschossen wird. |
| Wir hatten Glück und konnten mit dem pinken Wagen fahren. Und auch noch ganz vorne! :-) |
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| Aber weil wir ja so cool sind, hat uns die Achterbahn eher nicht so beeindruckt ;-) |
Am Abend dann fing es stärker an zu regnen, weshalb wir keine Achterbahn mehr fahren konnten. Stattdessen gingen wir ins das Horror-haus, was seinen Namen verdient hat! Ich bin ja eh nicht so der Geisterbahn-fan, aber das hier... Die Story: In einem Krankenhaus wurden Experimente an eher unfreiwilligen Teilnehmern durchgeführt. Als diese sich zur Wehr setzten, ließ man alle umbringen. Doch dann passierten unerklärliche Dinge. Ärzte und Krankenschwestern wurden tot aufgefunden. Was war passiert? Natürlich: Die Opfer der Experimente wurden zu Zombies. Ist ja klar. Diese Geschichte wurde uns in einem Raum des "Krankenhauses" gezeigt. Und das war echt ein ekliger Film. Ich hatte ziemliche Angst, muss ich zugeben. In der Sitzreihe hinter uns war ein Vater mit seinen zwei Kindern, einem Jungen um die zehn Jahre alt und ein Mädchen, das bestimmt erst fünf oder sechs war. Die Kleine tat mir sowas von Leid. Das hier war wirklich nichts für kleine Kinder!
Dann wurden wir in einen Raum geführt, mit einer Taschenlampe ausgestattet und mussten uns unseren Weg durch die dunklen Gänge und Räume des Krankenhauses finden. Das Schlimmste: Man wusste, dass etwas passiert. Nur wann, das weiß man natürlich nicht. Die einzelnen Räume waren ziemlich echt dekoriert und auch die Leichen, die da herumliegen sahen gar nicht so unecht aus. Zwischendrin sprangen dann "Zombies" hinter irgendwelchen Türen hervor. Da erschreckte man sich natürlich gewaltig, vor allem dann, wenn die einem noch nachrannten! Das Make-up der Darsteller war allerdings nicht so überzeugend, da hatte ich schon mehr erwartet... Wir trafen den Vater mit seinen zwei Kindern und ich versuchte noch, das kleine Mädchen zu beruhigen mit Sachen wie: "Die sehen aus wie Affen" und so. Aber es war wirklich gruselig und die Kleine fing an zu weinen. Ich bot ihr sogar an, mit ihr hinauszugehen, aber da sie mich ja nicht kannte, wollte sie das dann nicht. Aber sie zog ihren Vater Richtung Notausgang, dieser jedoch sagte nur: "Stell dich nicht so an, ist ja gleich vorbei". Ich hätte sie am liebsten gepackt und wäre rausgegangen. Als wir dann endlich aus diesem Haus draußen waren fing sie wieder an zu weinen, wahrscheinlich aber auch, weil sie erleichtert war, dass es nun endlich vorbei war. Wir applaudierten ihr und lobten sie. Ich hoffe nur, dass sie davon kein Trauma erlitten hat... Man sollte bei sowas wirklich eine Altersbeschränkung einführen... Im großen und Ganzen: Das Horror-Haus war sehr gruselig, aber da das Make-up der "Zombies" nicht so dolle war, war es auch nur halb so schlimm.
Hier nochmal ein kleiner Film aus Youtube, damit man sich ein bisschen vorstellen kann, wie das so da drin ist.
| Abends war der Park schön erleuchtet |
| Selbst die Fujiyama-Achterbahn |
| Nein, die Achterbahn ist nicht explodiert, es gab am Ende des Tages noch ein Feuerwerk. Wir sahen das Feuerwerk leider nur vom Bahnhof aus. |
Später dann machten Angelika und ich uns auf den Weg zu unserer Jugendherberge, in der wir diese Nacht verbrachten. Am nächsten Tag fuhr Angelika wieder nach Obuse und ich traf mich mit Dominique, Daniel und noch drei Freunden. Nun hieß es: Mission Fuji-san erklimmen! Ob wir das schafften oder ob wir aufgeben mussten, das erfahrt ihr im nächsten Blog ;-) (Der kommt auch bald! Versprochen!)
Tschüß, じゃあね!(^-^)
