Donnerstag, 13. Oktober 2011

Autofahren in Japan

Viel Neues gibt es eigentlich nicht zu berichten, aber ich schreibe trotzdem mal einen kleinen Blog um Bescheid zu geben, dass es mir gut geht (Nicht, dass sich bestimmte Personen angesprochen fühlen müssten ;-) )!

Am Montag, den 10.10 schlief ich erstmal schön aus, räumte dann ein bisschen in meinem Zimmer auf (das natürlich überhaupt nicht Messihaft aussah...) und fuhr dann mit dem Auto nach Nagano. Jaaa, ich bin ganz alleine mit dem Auto gefahren. In Japan. Da, wo alles spiegelverkehrt ist. Mein Ziel war der "Megasupermarkt Don Quijote". Der Weg dahin war auch nicht schwer zu finden (Lag vielleicht daran, dass mir Yuki netterweise sein Smartpad mit integriertem Navi geliehen hat...). Jedenfalls war ich schon ein bisschen stolz auf mich, als ich unversehrt (!) im richtigen (!!) Kaufhaus ankam. Autofahren in Japan ist zwar nicht besonders schwer, aber schon etwas gewöhnungsbedürftig. Man muss nämlich ständig aufpassen, dass man nicht auf der falschen Seite fährt. Aber nach einer Weile fahren gewöhnt man sich auch daran und kann anfangen das Autofahren zu genießen und sich total cool zu fühlen! ;-)
Ich hatte allerdings nicht viel Zeit um groß shoppen zu gehen, also schaute ich mich nur ein bisschen um. Denn: Abends hieß es wieder Obusession, die zweite (zumindest für mich - in Wirklichkeit ist es schon die hundertdreiundzwanzigste!). Aber da ich nun den Weg zum Kaufhaus weiß, werde ich da bestimmt bald wieder hinfahren. Den Rückweg habe ich sogar ohne Navi gefunden, und das, obwohl es schon dunkel war. Zum Glück habe ich so etwas wie einen Orientierungssinn (Ich erinnere nur an Tokyo 2005: Verfahren in Tokyo, aber zum Glück Navi Leo dabei, die dirigierte ;-) ).
Ach, und bevor ich es wieder vergesse: Hier endlich ein Bild unseres coolen Autos: (Das ist sogar Automatik! Das erleichtert das Konzentrieren auf den Verkehr um einiges! Aber hauptsache das Radio ist kaputt...Mist!)
Gut, zurück zur Obusession. Ich kam also eine halbe Stunde vor Beginn zuhause an und erhielt einen Anruf von Sarah. Heute abend sollten zwei neue Helfer kommen. Ein Pärchen. Ganz spontan. Da war ich gespannt. Wer das wohl sein mag? Aber keine Zeit zum großen Grübeln, schnell noch ein paar Cornflakes gefuttert und ab zur Obusession. Diesmal war ein Designer da. Ich habe natürlich wieder nicht alles verstanden, aber es ging um Gärten, Landschaftsgestaltung und darum, dass wir die Natur bewahren sollen. Oder so ähnlich. Kurz bevor der Vortrag losging kamen die zwei neuen Mitbewohner noch dazu. Allerdings war keine Zeit sich noch groß vorzustellen, deswegen verschoben wir die ganze Smalltalk-zeremonie auf später.
Als der Vortrag und die Fragestunde vorbei waren und wir uns auf den Weg zum Restaurant machten (in dem Gebäude neben dem Sakegeschäft, vielleicht erinnert ihr euch noch an das Foto?) konnten wir uns etwas kennenlernen. Charie und Antoine waren zur Zeit auf einer Weltreise. Total cool! Jetzt ein bisschen Japan, danach noch der Rest Asiens bevor es wieder zurück nach London geht, wo beide wohnen. Jetzt habe ich eine Adresse in London und freue mich jetzt schon darauf, die beiden besuchen zu gehen! Es stellte sich übrigens auch heraus, dass die zwei kein Pärchen waren, sondern beste Freunde. Jedenfalls sind die zwei total cool und nett! Ich bin sehr froh, dass sie hier sind. Vorallem, weil das wirklich spontan war. Denn Sarah hatte im Internet um Hilfe gebeten, und die zwei haben sich gedacht, dass man ja mal anfragen könnte. Kurze Zeit später haben sie dann auch gleich eine Antwort bekommen und sich dann spontan entschlossen, herzukommen. Sie werden wohl einen Monat hier bleiben.
Nach dem leckeren Essen, das während der After-party der Obusession serviert wird (diesmal zum Glück ohne Wasabi Faux pas!), ging es auf die After-after-party in die Bar über dem Italienischen Restaurant. Wirklich toll dort! Gratis Wein und noch mehr Essen. Aber der Höhepunkt des Abends war eindeutig die Schokolade, die es dort gab. Sah zwar aus wie einfache Schokolade mit Haselnüssen drin, aber als ich ein Stück probierte, hob ich direkt in den Schokohimmel ab. Ich glaube, so eine leckere Schokolade habe ich noch nie gegessen! Ich hoffe, dass es die nächstes Mal wieder gibt :-)

Einen Tag später, am Dienstag, den 11.10 fuhr ich nach der Arbeit mit Yuki nach Nakano ins Einkaufszentrum, da er sich noch einige Englischlernbücher kaufen wollte. Anschließend, da wir beide großen Hunger hatten, gingen wir in ein nahegelegenes Soba-Restaurant essen. Ich aß eine Tempura-Soba! Tempura ist frittiertes Gemüse (und eigentlich auch Fisch. Aber da ich den ja nicht esse, halt nur Gemüse). Die war sehr lecker! Man sieht: Highlight des Tages war eine Soba. Schön, dass man mich manchmal ganz einfach glücklich machen kann :-)

In den letzten Tagen ist nicht wirklich etwas Erwähnenswertes passiert.
Aaaaaber heute, am Donnerstag, den 13.10, gegen Abend bekam ich mein erstes Päckchen von meiner lieben Oma aus Frankfurt! Da habe ich mir vielleicht ein Loch in den Bauch gefreut! Endlich gute deutsche Schokolade vom Aldi! Und Lebkuchen! Das war wie Ostern, Weihnachten und Geburtstag zusammen! Danke, liebe Oma!!! Die Sachen werde ich mit Genuß verzehren und dabei ganz doll an dich denken!
Jetzt gehe ich schlafen und hoffe, dass ich am Wochenende wieder aufregende Sachen erlebe, die ich euch dann erzählen kann! :-)
Gute Nacht, おやすみ!(^-^)

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