Samstag, 17. September 2011

Welcome to Watanabe House

So, da wir heute fleißig Hausputz betrieben haben und ich schon öfters Anfragen wie "Mach doch mal ein Foto von deinem Zimmer" oder "Du musst auch mal das ganze Haus fotografieren!" bekommen habe, dachte ich, dass jetzt der rechte Zeitpunkt ist. Hier also eine kleine Führung durch das (blitzblanke) Watanabe Haus :-)
Das Watanabe Haus in voller Größe
Wir nähern uns dem Eingang...
...doch bevor es hineingeht ein Blick nach links auf unseren kleinen Geheimweg. Läuft man dort lang, kommt man zu unserem Autostellplatz und Auto. (Vom Auto gibt es bei Gelegenheit noch ein Foto. Aber soviel schonmal: ist echt cool das Teil ;-) )
So, aber jetzt: Hineinspaziert! Das ist der Genkan des Hauses. Hier werden die Straßenschuhe gegen saubere Hausschuhe getauscht. (Das ist übrigens nicht nur in jedem japanischen Haushalt Gepflogenheit, sondern auch teilweise in Arztpraxen, Bibliotheken und sonstigen öffentlichen Orten)
Schuhe aus und Hausschuhe an? Dann kanns ja weitergehen!
Nochmal ein Blick auf den Genkan werfen. Da hier in Japan der Müll sehr pingelig nach Form, Farbe, Material und Geruch sortiert wird, stehen im Genkan mehrere Sammelbehälter für u.A Plastikflaschen, Metallf oder auch Batterien.
Je nachdem wie man steht, wendet sich man entweder nach links oder nach rechts und man sieht einen Gang...
...der zu einem großen, schönen Gemeinschaftszimmer führt...
...mit Sofa!
Hier sieht man noch ein kleines bisschen Eingangsbereich
Nochmal aus anderer Perspektive
Geht man durch diese Tür, gelangt man in die Küche.
Wir nehmen aber den anderen Weg, durch den Hauptgang.
Seit Neuestem haben wir sogar ein Klavier! Zum Glück spielt hier keiner Klavier, sonst müsste ich mir hier ja genau wie Zuhause interessante Spielversuche anhören ;-)
Blick nach links: Ein kleines Zimmer, in dem der neue Helfer Scott (der vor ein paar Tagen hier eingezogen ist) wohnt. Anfangs war das auch mein Zimmer, aber ich bin froh, dass ich schon in ein größeres Zimmer umziehen konnte :-)
Blick nach Rechts: Hier kommt man in die Küche.
Tada! Die Küche!
Schön saubere Küchenzeile (allerdings hatte ich kurz zuvor eine Instantnudelsuppe gegessen und vergessen den Becher wegzutun, bevor ich das Foto schoß... Also, einfach ignorieren bitte :-) )
Ein Reiskocher, verschiedene Essenssachen (von denen ich nicht immer weiß, um was es sich genau handelt...) und ein Kühlschrank.
Und nochmal ein Blick in den Gemeinschaftsraum (Links wieder Mülltonnen für diversen Abfall)
Und nochmal aus anderer Perspektive
Läuft man den Hauptgang weiter, sieht man links das Badezimmer (mit Waschmaschine).
Und hinter der Schiebetür das traditionell japanisch gestaltete Bad, mit kleiner Badewanne und davor Platz zum vorigem Reinigen des Körpers (in Japan wird nie, NIE (!) dreckig in die Badewanne gegangen. Da muss man sich vorher schon ordentlich duschen. Denn das Wasser in der Wanne wird nach dem Baden nicht abgelassen sondern anschließend brüderlich mit der Familie geteilt. Und wer will schon in der dreckigen Suppe der anderen sitzen? Ich habe die Wanne allerdings noch nicht benutzt (ich glaube, seitdem ich hier bin hat die noch niemand benutzt), dafür ist es einfach viel zu heiß.)
Schräg gegenüber des Bades auf der rechten Seite befindet sich...
Das Wohnzimmer mit Sofa und Massagesessel (--> der tut allerdings weh)...
...und allem möglichen technischem Schnickschnack. Ein Fernseh der auch gleichzeitig PC, usw. ist. Der Tisch davor ist ein Kotatsu und im Winter überaus praktisch. Denn unter dem Tisch befindet sich ein kleiner, am Tisch selbst montierter Ofen. Es wird eine Decken über den Tisch gelegt, darauf kommt eine Platte, damit man auf dem Tisch auch noch Essen, Malen, Basteln, Falten oder was auch immer machen kann. Unter dem Tisch wird es dann mollig warm. Ich liebe Kotatsu-Tische und freue mich schon diesen im Winter auszuprobieren! :-)
Rechts neben dem Sofa im Wohnzimmer ist wieder eine Tür, durch die gelangt man in diesen kleinen Flur. Hier wird die Wäsche zum Trocknen aufgehängt. Ratet mal wem der Raum gleich rechts gehört. (Unschwer an den Schuhe zu erkennen...)
Fragt mich nicht wie ich es geschafft hab, in weniger als 4 Wochen wieder so viele Schuhe zu haben. Ich habe keine Ahnung. Die scheinen sich auf mysteriöse Weise zu vermehren. Mein Mitbewohner hat sich schon dezent über mich lustig gemacht indem er sagte, es sähe so aus, als würden in dem Raum 8 Menschen wohnen. Der hat ja auch keine Ahnung, denn der ist ja ein Kerl. So!
Ein Blick in mein Reich...
...und von der anderen Seite... (Die Schiebetüren lassen sich allesamt schließen. Ich kann also genug Privatsphäre haben, wenn ich sie wünsche :-) )
...mein Futon...
...und meine Habseligkeiten.
So, jetzt befinden wir uns wieder im Hauptflur, kurz nach dem Eingang zum Wohnzimmer. Auf dem Foto ist links der Eingang zu meinem Zimmer, links die Toiletten.
Die Toiletten
Durchläuft man den Gang bis zum Ende, bleiben nur zwei Möglichkeiten:
Links: Das Zimmer meines Mitbewohner Yuki (der aber am Dienstag wieder nach Hause nach Ibaraki gehen wird um sein Studium an der Uni fortzusetzen)
...und rechts eine große Kammer mit allerlei Zeugs drin.
Hier die Treppe zum zweiten Stock des Watanabe Hauses...
...der sich als Dachboden entpuppt...
...und dem Lagerort der Futons.
Wäre es hier oben nicht so unerträglich heiß, könnte man hier durchaus noch ein weiteres Riesenzimmer machen.
Jetzt geht es wieder runter, den Gang zurück...
...um zu guter Letzt noch einen Blick auf unseren Wasservorrat zu werfen, bevor man das Haus wieder verlässt.
So, jetzt habt ihr einen ungefähren Eindruck, wie ich hier hause. Ich hoffe, es hat euch gefallen :-)


Mittlerweile habe ich mich schon sehr gut eingelebt und finde mich umso besser zurecht. Ich glaube, ich werde jetzt noch ein paar Apfelplätzchen in der Pfanne backen... (Unser Ofen ist kaputt, deswegen die Notlösung in der Pfanne...) Wir haben nämlich eine große Kiste voll mit noch größeren Äpfeln (so große hab ich bisher noch nie gesehen) von der Farm bekommen. Aus denen müssen wir schließlich noch was machen. Und da wir nicht nur kleine Apfelhäschen (links im Bild) machen wollen, hab ich mich mal im Internet schlau gemacht und bin sogar fündig geworden: Apfelplätzchen in der Pfanne (mit Zimt und Zucker). Schmeckt richtig gut!
Dann bringe ich jetzt mal wieder Unordnung in die frisch geputze Küche und sage Tschüß, bis bald! またね!(*^.^*)

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